Unter dem Begriff “Kulturlandschaft Dresdner Elbtal” ist die Umgebung rund um Dresden und die Elbe zu verstehen, dessen kulturlandschaftlicher Charakter seit 2004 mit diesem Titel vom UNESCO-Welterbe ausgezeichnet wurde. Die Landschaft hat hohe Potenziale in Hinblick auf Architektur und Landschaft. Im Elbtal gibt es viele Schätze der staatlichen Kunstsammlungen sowie lebendige Traditionen hinsichtlich Musik und bildender Kunst, so die UNESCO. Leider wird seit 2005 die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal in der “Roten Liste des gefährdeten Welterbes” geführt. Drei Jahre später hatte die Betitelung seine Wirkung vollends verloren, denn die UNESCO empfand die im Bau befindliche Waldschlößchenbrücke in der Nähe der Elbe als eine Störung für die Landschaft.
Die Kulturlandschaft des Dresdner Elbtales
Seit 2007 spaltet die etwa 800 m lange Waldschlößchenbrücke die Elbwiesen durch Zugverkehr, die die Landschaft verunstaltet. Die Bewerbung für den Titel “Kulturlandschaft Dresdner Elbtal” wurde bereits im Jahre 2003 beim Kulturerbe eingereicht. Da die erneuerte Dresdner Altstadt alleine nicht in der Liste stehen durfte, musste die Bewerbung um die original erhaltene Flusslandschaft ergänzt werden, die sich in der Nähe der Stadt befindet. Damit hatte die Bewerbung die Kriterien für einen Titel als Kulturerbe erfüllt. Das zu schützende Gebiet setzte sich zusammen aus dem Elbtal und einen Großteil der Elbe innerhalb von Dresden. Die Einstufung der Dresdner Region als Kulturerbe wurde nach verschiedenen Kriterien von der UNESCO erwählt.
Aberkennung des Titels Weltkulturerbe
Um den Titel “Kulturlandschaft Dresdner Elbtal” tragen zu dürfen, musste das Dresdner Elbtal in erster Linie eine Hauptattraktion für Kultur, Wissenschaft und Technologie ausweisen. Durch verschiedene Kunstsammlungen, ausgeprägte Architektur sowie Naturreiche Gärten- und Landschaftsobjekte machten das Dresdner Elbtal zu einer wichtigen Region für die Entwicklung Mitteleuropas im 18. und 19. Jahrhundert. Außerdem repräsentierte die Region als industrieller Erbe die europäische Stadtentwicklung. Sie zeichnet sich aus durch barocke Umgebungen und vorstädtische Gartenstädte und ein hohes Reichtum an Kunst und Kultur. Ein Grund, warum das Dresdner Elbtal zum Kulturerben gewählt wurde ist außerdem die enorme Entwicklung der sächsischen Hauptstadt.
Die Landschaft rund um Dresden ist Naturreich und als sehr wertvoll von der UNESCO anerkannt worden. UNESCO bezeichnete die Landschaft als “sich entwickelnde Kulturlandschaft”. Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal setzt sich zusammen aus dem etwa 20 km langen Flusslauf der Elbe und dem Gebiet rund um Dresden zwischen der südöstlichen Stadtgrenze bei Dresden Söbringen und dem Dresden-Übigauer Elbbogen nahe der westlichen Stadtgrenze. Im Norden befinden sich stark bewaldete Gebiete, die als Elbhang bezeichnet werden. Im Elbtal wird größtenteils Wein angebaut. Die Jahresdurchschnittstemperaturen können bis zu 10 Grad betraten, was die wärmste Gegend in ganz Deutschland ausmacht.
Eines der schönsten und naturreichsten Gebiete
Die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal hat viele flussnahe Gebiete, die aufgrund des Hochwasserschutzes nicht bebaut werden durften. Auf diese Weise blieben große Landschaftsflächen original erhalten. Das Elbtal ist eines der schönsten und naturreichsten Gebiete Deutschlands. Das ist auch der Grund, warum es zum Kulturerben von der UNESCO erwählt wurde. Es finden sich dort viele Wander- und Spaziergelegenheiten in großen Waldgebieten und weiten Landschaftsflächen. Vereinzelt können auch seltene Tierarten und Pflanzen angetroffen werden. Auch die Dresdner Hauptstadt ist ein Anziehungsort für viele Kultur- und Geschichtsfreunde, weswegen Dresden als eine der schönsten Städte Deutschland bekannt ist.
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